Ich wechsle wie die meisten Autofahrer die Bereifung an meinen zwei Fahrzeugen (beide VW-Modell, Stahl- und Alufelgen, 120 Nm Anzugsdrehmoment) selbstständig. Lange Zeit nutzte ich dafür einen älteren Akkuschrauber mit NiCd-Akku, der nominal ein hohes Drehmoment angab. In der Praxis schaffte es dieses Gerät jedoch selten, die festgezogenen Radschrauben allein zu lösen, sodass ich ständig mit einem Radkreuz nachhelfen musste – das war für mich inakzeptabel. Aus diesem Grund habe ich mich schließlich für den Makita DTW300Z entschieden.
Diese Anschaffung war ein voller Erfolg, den ich rückblickend früher hätte tätigen sollen. Trotz der auf dem Papier kleineren Spezifikationen hat der Makita bei meinen letzten zwei Wechselterminen (insgesamt 16 Räder) überzeugt. Jede einzelne Schraube ließ sich sofort lösen, selbst wenn sie in der Werkstatt fester angezogen worden war. Das Radkreuz blieb dabei komplett in der Schublade. Zudem ist das Gerät handlicher und leichter als mein altes Modell, und dank meines bestehenden Makita-Akkufundus habe ich immer ausreichend geladene Akkus zur Verfügung.
Die Bedienung bietet verschiedene Modi, die für den Gelegenheitsnutzer anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein können; ein Blick in die Anleitung ist manchmal nötig. Für mich ist der 'Schraubenmodus 1' ideal: Beim Lösen fährt der Schrauber mit Volldampf, bis die Schraube locker ist, dann wird der Auslöser losgelassen und erneut gedrückt, um sie herauszudrehen. Beim Einziehen stoppt er automatisch im Schlagbetrieb. Danach genügt meist eine viertel Umdrehung mit dem Drehmomentschlüssel für die korrekte Endfestigkeit. Der Prozess ist schnell und schonend, ohne sichtbare Beschädigungen an Schrauben oder Nuss.
Wichtig ist lediglich, auf schlagfeste, hochwertige Nüsse zu achten. Ich bin absolut zufrieden und würde das Gerät jederzeit erneut empfehlen.